Herzlich Willkommen!

Wir freuen uns, dass Sie unsere Homepage besuchen. Sie finden hier Informationen über unsere Gemeinschaft, über unseren Gottesdienst und über die Art und Weise, wie wir unseren Glauben leben.

Aktuelles

Gottesdienste und Gästebereich
Unsere Kirche ist geöffnet, auch zu den Gottesdiensten. Herzlich willkommen!
Gäste dürfen wir dagegen nicht aufnehmen, die aktuellen Coronavorschriften verbieten es noch.

Zum 6. Fastensonntag
Der Auferstandene sagt nicht mehr: „Fürchtet euch nicht!“, sondern: „Der Friede sein mit euch!“ Er schenkt uns Frieden, aber es ist ein anderer Friede als die Welt ihn gibt, es ist „sein“ Friede: „Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht, wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch“ (Joh 14,27).
Worin liegt der Unterschied? Es ist wohl zu einfach gedacht, wenn wir seinen Frieden als einen geistigen inneren Frieden im Gegensatz zu einem äußeren Frieden sehen. Auch die Welt sucht inneren Frieden und erlangt ihn mit spirituellen oder psychologischen Methoden durchaus auch immer wieder einmal. Jesus dagegen verspricht gar nicht das Aufhören jedes äußeren und inneren Kampfes. nicht umsonst trägt er Namen „Josua“ („Jesus“ ist die griechische Form dieses Namens), d.h. denselben Namen wie der Anführer des Volkes Israel bei der Eroberung des heiligen Landes. Er verspricht uns auch nicht ungestörte innere Ruhe, wohl aber das Aufhören von Unruhe und Verzagtheit.
Worin besteht der Friede, den Jesus gibt? Er besteht darin, dass wir für Zeit und Ewigkeit wissen, wohin wir gehören, nämlich zum Weinstock, der er selber ist. Wir sind die Reben an diesem Weinstock (vgl. Joh 15,5) oder, wie er uns wenig später ohne Bild sagt: Wir sind seine Freunde, die nicht mehr auf der Suche nach Halt in der Welt umherirren müssen, sondern durch ihn wissen, wer der Vater ist und was er will (vgl. Joh 15,15). Und: Wir müssen nicht mehr fürchten, dass unser Leben fruchtlos ist und letztlich im Nichts versandet, sondern er hat uns Fruchtbarkeit zugesagt (vgl. Joh 15,16). Vertrauen wir dieser Verheißung.
 
Frohe und gesegnete Ostern!
Der Herr ist auferstanden! Halleluja!

„Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns? Er hat seinen eigenen Sohn nicht verschont, sondern ihn für uns alle hingegeben - wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?... Ich bin gewiß: Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Gewalten der Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn“ (Röm 8,31f.38f).
 
Wir hatten gehofft, zur Karwoche unseren Gästebereich öffnen zu können, aber das ist wieder in weite Ferne gerückt. Nach wie vor gilt das Beherbergungsverbot. Auch unsere Kirche müssen wir zu den Kar- und Osterfeierlichkeiten schließen, weil die acht Plätze, die unter den geltenden Regeln in der Gästekapelle besetzt werden dürfen, bereits vergeben sind.

Kirche und Krypta sind tagsüber geöffnet. Es liegen Bücher aus, in die Sie ihre Anliegen eintragen können, und es gibt die Möglichkeit, einen Bibelvers mitzunehmen, den Schwestern für Sie ausgesucht haben.

Im Eingang der Kirche stehen Palmzweige zum Mitnehmen bereit. Bitte bedienen Sie sich!

Wir Schwestern nehmen Sie und alle Menschen in dieser schweren Zeit mit in unser Gebet.
 
Unsere Angebote für die Fastenzeit:
 
Fastenzeit 2021 auf dieser Homepage (s. oben). Ein Meditations-Angebot mit dem Kreuzweg des Düsseldorfer Künstlers Jan Masa. 
 
"Mit den Psalmen durch die Fastenzeit" heißt unser neues Videoprojekt auf Youtube. Von Aschermittwoch bis zum Mittwoch der Karwoche stellen Schwestern jeweils mittwochs und sonntags ausgewählte Psalmen vor. In diesen Videoclips erzählen die Schwestern, welche theologischen Aspekte sie an dem Psalm oder Psalmvers besonders wichtig finden und welche Bedeutung der Psalm für sie als Gebet hat. Mit diesen Impulsen möchten wir Ihnen die Psalmen als Grundlage für Ihr eigenes Beten erschließen und Ihnen einen kleinen Wegbegleiter durch die Fastenzeit schenken. Die Videos werden ab Aschermittwoch, den 17.2.2021, auf unserer Youtube-Seite freigeschaltet:

Das Jahr 2021 hat begonnen und die Pandemie ist noch nicht bezwungen. Ein absehbares Ende ist trotz aller Bemühungen nicht in Sicht. Daher haben wir eingeladen, mit uns und anderen Menschen Momente der Hoffnung zu teilen. Auf die Frage: "Haben Sie in letzter Zeit etwas erlebt oder erfahren, was Ihnen Hoffnung gegeben hat?" kamen Antworten, die wir an dieser Stelle nach und nach veröffentlichen wollen (5. Folge)

Auf dem Hof der Hoffnung für die Männer „Dom Luis Herbst“ in Mâncio Lima hatten wir bis jetzt in den 10 Jahren 384 Personen, davon haben insgesamt 79 das ganze Jahr durchlaufen und ihr Diplom bekommen. Im Moment sind wir mit 37 Männern ausgebucht. - Auf dem wesentlich kleineren und mit drei Jahren Existenz jüngeren "Hoffnungshof Maria Magdalena" für die Frauen hier in Cruzeiro do Sul waren es 46 Personen mit 21 Kindern, zwei der Frauen beendeten ein Jahr und erhielten ihr Diplom als „Botschafterinnen der Hoffnung“ (Pater Herbert Douteil, Missionar in Brasilien).

Ende des Jahres haben wir beschlossen zu heiraten, weil wir einander brauchen und gut füreinander sorgen. Ganz unromantisch haben wir uns aber auch für die Ehe entschieden, damit ich im Falle einer extremen Verschlechterung des Zustandes meines Mannes, er ist leider im fortgeschrittenen Stadium an Morbus Parkinson erkrankt, für ihn einstehen und Entscheidungen fällen kann, falls er nicht mehr in der Lage dazu ist. Seit dem 20.01.2021 sind wir verheiratet. Das ist für mich ein großes Zeichen der Hoffnung in dieser schrecklichen Pandemie, in der wir Menschen, die wir die Nähe des anderen suchen, ihm nur mit Abstand begegnen dürfen (Susanne Arntz (62 Jahre) und ihren Mann Ingo (79 Jahre)

So schlimm die Pandemie ist, sie hat mir gezeigt, dass es andere und langsamere Wege geben muss. Ich telefoniere jeden Sonntag mit einer Freundin. Vor der Pandemie haben wir immer zusammen Kaffee getrunken und miteinander geredet, wenn wir uns zufällig getroffen haben. Jetzt haben wir regelmäßig Kontakt. Man kann sich auf das Wesentliche konzentrieren, weil vieles nicht geht.

Im Gespräch mit einer 91- jährigen, an Covid 19 erkrankten Dame, die in einem Pflegeheim lebt: Es gibt Tage, an denen sie hohes Fieber hat und den ganzen Tag über nicht wach und ansprechbar ist, jedenfalls nicht fähig, das Telefon abzunehmen. Zwischendrin geht es
dann wieder mal für einige Stunden besser, wir sprechen über die Einsamkeit in dieser Situation, über das Sterben, über das, was uns allen früher oder später bevorsteht.
Sie sagt: ich habe keine Angst, es gibt ein Kirchenlied, den Text kann ich jetzt nicht mehr genau sagen; sie summt mir mit ihrer schwachen, brüchigen Stimme eine rhythmische
Melodie vor, ich erkenne das Wort Zuversicht, das Lied ist mir nicht bekannt (nach 43 Jahren gregorianischem Choral). Von einem befreundeten Kirchenmusiker gut beraten finde ich es dann:

Meine Hoffnung und meine Freude,
Meine Stärke, mein Licht,
Christus, meine Zuversicht.
Auf dich vertrau ich
und fürcht mich nicht,
Auf dich vertrau ich
und fürcht mich nicht.                           ein Gesang aus Taizé, im Gotteslob Nr. 365 

Wenn das kein Moment der Hoffnung ist, dann weiß ich nicht, worauf oder auf wen wir unsere Hoffnung setzen könnten!? (Sr. Benedikta)

Hoffnung gibt einer Leserin, dass sie Zeit findet, sich auf Wesentliches zu konzentrieren und in die Tiefe zu gehen:

„Ich will Verse von Psalmen auswendig lernen... Immer nur zu Gehör gebracht und sie nur wieder zu erkennen, reicht mir nicht mehr, habe ich mir gedacht; ich möchte, nach und nach, viele und immer mehr einige zitieren können. Damit habe ich nun begonnen und freue mich an deren sprachliche Gestaltung, rhythmischen Fluss...Das habe ich nun schon gemerkt nach dem ersten Angang ...“