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Muße

Gestern hatten wir in der Gemeinschaft das Thema: "Wie finden wir zu mehr Muße?“ Es war ein gutes Gespräch, das mir neue Einsichten über meine Mitschwestern, aber auch über mich selbst beschert hat. Wir verwenden den Begriff „Muße“ als etwas sehr Positives, aber ich merke oft, wie schwer es mir fällt, nicht ständig zu arbeiten, nicht ständig etwas zu tun, das auf einen irgendwie gearteten Zweck gerichtet ist. Einfach nur da zu sein, sich an Gott und seiner Schöpfung zu freuen, ist unendlich sinnvoll, aber schwierig.. Wichtig und für mich hilfreich war der Beitrag einer Mitschwester, die sagte, dass Muße vermutlich immer nur mehr oder weniger erreicht wird. Darüber habe ich noch einmal nachgedacht. Muße hat es mit Zeitlosigkeit zu tun, mit Freiheit, mit Sinn, mit Fest. Insofern kann man sagen, dass es völlige Muße nur im Himmel geben wird, weil wir uns nur dort ganz öffnen und uns ganz dem kontemplativen Schauen überlassen können. Hier kann es keine völlige Muße geben, weil es kein zweckfreies Tun gibt, selbst unser Gotteslob steht nie völlig absichtslos in sich selbst.