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Sonnenseite

Am Dienstag waren wir mit der ganzen Gemeinschaft im Kunstpalast Düsseldorf in der Ausstellung „Monet – Cézanne – Matisse. The Scharf Collection“. Die Bilder zu beschreiben, versuche ich gar nicht erst, denn Bilder muss man sehen, aber wer dazu die Gelegenheit hat, sollte die Ausstellung besuchen, sie lohnt sich wirklich. Anschließend waren wir bei einem sehr guten Italiener, wo bei Gesprächen das Erlebte ausklingen konnte. Solche Tage sind wichtig für eine Gemeinschaft.
Manchmal frage ich mich nach solchen Tagen, womit ich das eigentlich verdient habe. Dabei ist das Wort „verdienen“ nicht ganz richtig bzw. trifft meine Frage nicht wirklich, denn ich weiß natürlich, dass es nicht um Verdienst geht, sondern dass alles Geschenk Gottes ist. Aber in einer Welt, in der es der Mehrzahl der Menschen aufgrund von Krieg Armut, Krankheit oder sonstigen Nöten schlecht geht, nehme ich wahr, wie ungerecht es ist, dass mein Leben so glücklich ist. Mein Leben auf der Sonnenseite des Lebens ist für mich immer wieder ein Problem und ich frage mich, ob ich genug zurückgebe und die Kraft, die mir mein privilegierter Zustand gibt, wirklich einsetze oder ob ich die Verhältnisse wie sie sind, nicht doch als selbstverständlich nehme.