Haiti
Sehr berührt hat mich der Bericht über ein Benediktinerkloster in Haiti. Gegründet Ende der 70er Jahre, nie wirklich gewachsen, immer wieder Zusammenbrüche und Neuanfänge. Heute leben dort zwei Mönche mit Profess und zwei in der Ausbildung. Die Gemeinschaft ist fragil, Naturkatastrophen, lokale Banden können ihr jederzeit ein Ende bereiten. „Wir hängen an einem seidenen Faden, doch dieser Faden liegt in der festen und sanften Hand des Herrn.“
Spontan würde man fragen: Bringt's das, wäre es nicht sinnvoller, woanders hinzugehen, wo man etwas bewirken kann? Einer Welt, in der Effizienz alles ist, ist nur schwer zu vermitteln, dass Menschen ihr Leben hingeben, um Salz und Sauerteig zu sein, und die selbst ihr völliges Scheitern als Weg mit Christus verstehen können.
Für mich war dieser Bericht eine Quelle der Kraft, aus der ich selbst neuen Mut geschöpft habe.
