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Rheinmetall

Beim Lesen der Zeitung wird mir förmlich übel:
Überschrift: „Rheinmetall hofft auf ein Milliardengeschäft mit Wasserdrohnen“
Im Text: „Papperberger bekräftigte den Plan, Rheinmetall zum Weltmarktführer in der Rüstungsbranche zu machen, was in den nächsten Jahren hohe zweistellige Wachstumsraten bedeuten würde. Man sei sich aber bewusst, dass ein Zenit in den Jahren 2035 bis 2040 erreicht sein würde, sofern kein neues Bedrohungsszenario aufkommen würde. Über solche Szenarien spreche man mit Regierungen im Blick auf mögliche Vorhalte-Abkommen, aufgrund derer Staaten sich an den Fixkosten beteiligen könnten.“
Was heißt das im Klartext? Rheinmetall wird in den nächsten Jahren ungeheuer viel verdienen, indem es die ganze Welt mit Waffen beliefert (wer erlaubt das eigentlich?). Von den Gewinnenn wird die Allgemeinheit wenig haben, schließlich ist Rheinmetall keine Fürsorgeanstalt. Dumm ist nur, dass es möglicherweise in zehn Jahren keine Kriege gibt und Rheinmetall dann riesige Fabriken gebaut hat. Dieses Risiko soll der Staat, d.h. wir alle, abfedern. Scheint mir ein Schema zu sein, das es inzwischen in vielen Bereichen gibt: Gewinne gehören mir, Risiken und Verluste müssen alle tragen...