Rente
Junge Frauen werden ständig ermahnt, wirtschaftlich unabhängig zu bleiben und ja nicht auf Vollzeitberufstätigkeit zugunsten der Familie zu verzichten. Das würde sich später bei der Rente bitter rächen. Ich verstehe die Gründe für diese Mahnung, aber wenn der Blick auf die spätere Rente bzw. die Sorge um die eigene Autonomie alles beherrscht, kann man auch nicht in ein Kloster eintreten.
Meine Eltern fanden meinen Eintritt schon vor 46 Jahren unverantwortlich. „Was ist, wenn es nicht klappt, dann hast du gar nichts.“ Sie hatten recht, aber es war und ist Ausdruck meines Glaubens, auf Netz und doppelten Boden zu verzichten. Bis jetzt wurde ich nicht enttäuscht. Hinzu kommt, dass es mir zunehmend skurril vorkommt, zu weit in die Zukunft zu planen. Wir haben das Leben nicht in der Hand, es wird uns geschenkt.
