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Jes 7,11

In der ersten Lesung am gestrigen Hochfest der Verkündigung des Herrn wird König Ahab aufgefordert, von Gott ein Zeichen zu erbitten. Er gibt die scheinbar fromme Antwort: „Ich werde um nichts bitten und den Herrn nicht versuchen“ (Jes 7,11), worauf Gott mit einem eigenen Zeichen „die Jungfrau wird empfangen“ antwortet. 
In Ahab können wir uns wiederfinden: Wir denken, wenn Gott uns ein Zeichen gäbe, wenn er sich uns unwiderleglich offenbaren würde, könnten wir wirklich glauben. Aber tief im Inneren wollen wir gar kein Zeichen vom Himmel, denn dann müssten wir ernst machen, müssten aufhören mit unserem halbherzigen Christentum und Gott über alles lieben. Das wollen wir und wollen es zugleich nicht, denn es hieße auf eigene Sicherheiten verzichten.