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Wunder von 30-50 n.Chr.

Sehr lohnend fand ich beim Wiederlesen das bereits vor 50 Jahren erschienene Buch von Martin Hengel, „Der Sohn Gottes“ (1977), in dem Hengel nachdenkt über das Wunder von 30-50 n. Chr.: Jesus stirbt am Kreuz den Tod eines jüdischen Staatsverbrechers. Derselbe Jesus wird bereits im Philipperhymnus (Phil 2,6-11) als präexistente göttliche Gestalt verehrt und Paulus muss erkennen: Ein Mensch, dessen Bruder Jakobus ich gekannt habe (vgl. Gal 1,19; 2,9), „ist nicht nur der durch Gott von den Toten auferweckte Messias, sondern sehr viel mehr. Er ist identisch mit einem göttlichen Wesen, vor aller Zeit, Mittler zwischen Gott und seinen Geschöpfen, d.h. zugleich Mittler der Heilsoffenbarung Gottes, der z.B. Israel als wasserspendender Fels durch die Wüste begleitete“ (1Kor 10,4).
Der Ungläubige würde sagen: „Haben sich die Jünger alles ausgedacht“ oder etwas freundlicher: „Fromme Halluzinationen“. Aber Paulus wollte nicht glauben, das, was wir den christlichen Glauben nennen, lag ihm völlig fern, war für ihn geradezu Blasphemie. Doch ihm ist etwas begegnet, was ihn zwang... Nicht etwas, jemand, Jesus selbst als der Auferstandene.