Wenn man glaubt oder es zumindest versucht, ist das Dunkel, das Gott umgibt, oft sehr belastend, bis hin zur Frage, ob es ihn überhaupt gibt. Tröstlich fand ich einen Text von Gregor von Nyssa in der Schrift „Der Aufstieg des Mose“:
„Wer nachfolgt, schaut den Rücken dessen, dem er folgt. Der Nachfolgende wird nicht vom rechten Weg abirren, wenn er immer auf den Rücken seines Führers schaut. Wer sich nämlich ablenken lässt oder dem Führer ins Antlitz sehen will, der schlägt einen anderen Weg ein, als ihm der Führer weist. Deshalb wird zum Geführten gesagt: 'Du wirst mein Antlitz nicht sehen' (Ex 33,20), das heißt: Du sollst den Führer nicht von Angesicht zu Angesicht sehen. Denn sonst würdest du in die entgegengesetzte Richtung gehen. Das Gute schaut dem Guten nicht entgegen, sondern folgt ihm. Wer ihm nämlich entgegenblickt, wird nicht leben, wie es Gottes Wort bezeugt: 'Niemand kann das Antlitz des Herrn schauen und am Leben bleiben' (Ex 33,30)“.
Vielleicht sogar ein Text, der zu Allerheiligen paßt.