In einem Vortrag ein interessanter Gedanke: In früheren Zeiten war klar, dass die Sünden "meine Sünden" sind und dass ich für sie verantwortlich bin. Der Glaube dagegen war nicht so sehr "mein Glaube" als vielmehr der Glaube der Kirche, an dem ich als einzelne Christin teilhatte. Heute ist es umgekehrt: Sünde gilt als etwas Gemeinsames, Strukturelles, Systemisches, das man sich kaum persönlich zurechnet, der Glaube dagegen als etwas ganz Persönliches: Jeder hat seinen eigenen Glauben, in den niemand hineinreden darf, schon gar nicht mit Verweis auf den Glauben der Kirche. Aber ist es das, was Jesus wollte?