Tagebuch (5)
Heute feiert die Kirche das Fest der „Verkündigung des Herrn“ und damit den Anfang der irdischen Geschichte Jesu. In den Texten der Liturgie begegnen viele weihnachtliche Motive, die in der Fastenzeit fremd klingen und aufhorchen lassen. Gott hat seinen Sohn in die Welt gesandt als Mensch unter Menschen. Und er hat ihn nicht in eine heile Welt gesandt, nicht in gesicherte Verhältnisse, wie man es von einem guten Vater erwarten würde, der frei ist und die Wahl hat. Aber Gott wollte für seinen Sohn keine heile Sonderwelt schaffen, denn die reale Welt ist nicht heil. Erst durch das Kommen Christi wird sie heil, durch seinen Weg durch das ganz gewöhnliche menschliche Leben, bis hin zu einem schrecklichen Tod. Nein, bis zur Auferstehung. Wir haben einen Herrn, der die Nöte der Menschen kennt – halten wir an ihm fest und gehen wir seinen Weg mit. Dieser Weg endet im Licht.
Von uns Schwestern ist nach wie vor niemand krank und wir versuchen, so gut es geht, durch Telefon und Emails zu helfen. Es ist für viele Menschen sehr schwer und wir fühlen uns schon allein dadurch, dass wir uns gegenseitig stützen können, sehr privilegiert.