Was wir planen

Durch die angesprochenen Mängel kommt es zu folgender Planung

 

Demnach kann eine neue, dauerhafte Ausmalung des Raumes nur mit dem Einbau einer leistungsfähigen Raumbeheizung einhergehen. Nach einem intensiven Vergleich verschiedener Beheizungssysteme, wird voraussichtlich eine Luftheizung mit einzelnen Heizstationen zum Einsatz kommen, die in der Lage ist, den Kirchenraum und die Seitenkapellen behutsam, aber umfassend zu beheizen. Im unterkellerten Bereich werden Heizstationen eingebaut, die entsprechende Auslässe im Boden erhalten. Trotz der Eingriffe im Boden bleibt der Parkettboden erhalten und wird saniert, abgeschliffen und neu versiegelt.

Die neue Ausmalung des Innenraumes wird auf der Grundlage der bestehenden Fassung angelegt und vor Ausführung im Raum bemustert. Ein rein mineralischer, mehrschichtiger Anstrich verhindert neben der Beheizung und der verbesserten Belüftung durch neue Lüftungsflügel, eine zukünftige Verschmutzung wie derzeit sichtbar.

Im Zuge der Sanierung und Umgestaltung des Kirchenraumes werden auch die Beschallung, die Liedanzeigen und die Beleuchtung überdacht, zum Teil neu angeordnet und auf der Basis des Bestehenden modernisiert.

Im Zuge der Sanierungsarbeiten wird der Innenraum der Kirche und der Besucherkapelle neu geordnet und umgestaltet. Die U-förmige Anordnung des Chorgestühls wird auf zwei sich mittig gegenüberliegende Chorgestühle auf den Längsseiten reduziert. (ausgebautes Chorgestühl wird eingelagert!) Dabei bleibt der freie Raum in der Mitte in seiner Größe erhalten und öffnet sich nun ungestört zur Stirnwand der Kirche. Durch das Entfernen des Chorgestühls und der Vertäfelung auf der Stirnwand bietet sich die Möglichkeit, das ehemalige Portal wieder freizulegen und zu reaktivieren. Durch das freigelegte Portal mit seinem Oberlicht erhält die Stirnwand wieder eine Gliederung und eine nach oben strebende Proportion. Der Raum wirkt nicht mehr wie abgeschnitten. Durch das nun wieder zugängliche Portal mit seinen neu gestalteten Türflügeln, bietet sich eine ganz neue Möglichkeit von dort in die Kirche einzuziehen, mit Blick zum Chorkreuz entlang einer neuen Weihwassersteele in der Mittelachse des Raumes. Aufgrund des neuen Einzugweges wird die Figur des Heiligen Benedikt in der Kreuzgangachse des bisherigen Eingangs, vor einer Wandsteele aufgestellt, als Statio auf dem Weg entlang des Kreuzgangs in die Kirche.

Die dann freiwerdende Wandnische, in der bisher der Heilige Benedikt steht, wird wieder geöffnet und erhält eine neue Türe mit Oberlicht, über die Besucher von der Besucherkapelle den Kirchenraum erreichen. Damit entfällt der bisher notwendige und problematische Zugang durch den Altarraum über mehrere Stufenverläufe. Licht wird von der Besucherkapelle über das Oberlicht in den Kreuzgang fallen. Über eine zu schließende Gittertüre kann der neue Kirchenzugang der Besucher vom Kreuzgang zeitweise getrennt werden.

Die Besucherkapelle wird umgestaltet und erhält einen spirituellen, ruhigeren Charakter. Zwischen dem Treppenabgang zur Krypta und den großen Fensterflächen wird ein Holzlamellenelement das Licht abmildern und den Raum ein wenig fassen. Ein von den Wänden abgesetztes, abgehängtes Deckenfeld mit eingebauter Beleuchtung beruhigt die bisher von Tragbalken dominierte Deckenansicht. Die beiden Gittertüren zum Chor werden ggf. umgearbeitet, um diese faltbar an die Wände schieben zu können.

Das auf 42 Plätze reduzierte Chorgestühl bietet Platz für bis zu 16 Gäste. Der schmale Mittelgang im Chorgestühl wird um ca. 15cm verbreitert und damit besser zu begehen sein, ohne dass der freie Raum sich nennenswert verkleinert.

Der Chorraum wird in Zukunft auf seine wesentlichen liturgischen Elemente konzentriert. Die halbrunden, achsial angeordneten Sedilien werden seitlich positioniert und die Besuchersitze im Chorschluss entfallen. Der Leuchter kann dann weiter in den Chorraum vorgezogen werden.

Der Vorraum der Sakramentskapelle erhält ein lichtdurchlässiges, gestaltetes Glasschiebeelement, das nach Bedarf geschlossen werden kann. Der Ort der Marienfigur bleibt bestehen und erhält eine neue Gestaltung.

Die geplanten Sanierungen und Umgestaltungen des Kirchenraumes ermöglichen den Ordensschwestern wie auch den Gästen und Besuchern eine Konzentration auf das Wesentliche und verleihen dem Kirchenraum, dem Chorraum und der Besucherkapelle eine neue Ordnung und Stille. Die Umgestaltung und Neuordnung bietet die räumliche Basis für den Tagesablauf des Konvents an allen Tagen. Gäste und Besucher können je nach Bedürfnis im Chorgestühl oder in der Besucherkapelle teilnehmen. Eine mobile Bestuhlung soll die bestehenden Sitzplätze bei Bedarf ergänzen.

Gregor Dewey 08/2016 Planung